Hannes Weninger

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SPÖ fordert Wiedereinführung „Aktion 20.000“

Die SPÖ fordert unter dem Motto „Aktion 20.000. Auf die Erfahrung kommt’s an!“ die Wiedereinführung der Beschäftigungsaktion 20.000. LAbg. Hannes Weninger und Mödlings SPÖ-Chefin, Silvia Drechsler verwiesen auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Menschen über 50 sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Mai 2019 war bundesweit jeder dritte Arbeitslose über 50 Jahre. Im Bezirk Mödling sind laut Mai-Statistik fast die Hälfte aller arbeitslos gemeldeten Personen über 50 Jahre alt - davon suchen 608 Frauen und 767 Männer in dieser Altersgruppe einen Job.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist es leichtfertig auf eine ganze Generation mit viel Lebens- und Berufserfahrung als Arbeitskraft zu verzichten“, appelliert LAbg. Hannes Weninger und meint weiter: „Das dürfen und das werden wir nicht hinnehmen! Die von der SPÖ eingeführte und leider von ÖVP und FPÖ abgedrehte Aktion 20.000 hat tausenden Österreicherinnen und Österreichern wieder eine Chance am Arbeitsmarkt gegeben. Aktuell sind mehr als 92.000 Menschen über 50 arbeitslos. Da müssen wir handeln und die Aktion 20.000 so schnell wie möglich wieder einführen“, zeigt sich Drechsler hinsichtlich der Arbeitsmarktdaten besorgt.

Aktion 20.000 hat sich bewährt

Mehr als 4.400 langzeitarbeitssuchende Menschen über 50 haben durch die Aktion 20.000 einen Job bekommen.

„Umso unverständlicher ist, dass ÖVP und FPÖ dieses Erfolgsprojekt einfach gestoppt und verhindert haben, dass Arbeitssuchende über 50 wieder Chancen bekommen. Wir lassen diese Menschen nicht im Stich und werden alles tun, damit die Aktion 20.000 wieder eingeführt wird“, so Weninger abschließend.

Zu den Fakten:

  • Aktion 20.000 ist eine Art Jobgarantie für ältere Langzeitarbeitslose.
  • Menschen über 50, die länger als 1 Jahr arbeitslos sind, sollten so wieder in Beschäftigung gebracht werden, durch Hilfstätigkeiten in Schulen, Gemeinden etc.
  • Hintergrund: Menschen über 50 sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen – im Mai 2019 war jeder 3 (!) Arbeitslose über 50 Jahre alt!
  • Eingeführt wurde die Aktion 20.000 unter der Regierung Kern.
  • Menschen hat man so wieder Hoffnung gegeben.
  • Das Projekt wurde als einer der ersten Maßnahmen der Regierung KURZ/STRACHE per Dekret ersatzlos gestrichen.
  • Es wurde eine rasche Evaluierung versprochen, die bis heute nicht auf dem Tisch liegt.

Eine Modellregion war beispielsweise Villach – dort haben durch die Aktion 20.000 36 Menschen einen Job bekommen, die schon die Hoffnung aufgegeben hatten.

Siehe dazu das ITV des Villacher Bürgermeisters.

https://kontrast.at/aktion-20-000-villach/

Zu den Kosten.

Oft wird behauptet, die Aktion 20.000 sei sehr teuer – das stimmt aber so nicht. Menschen, die Arbeitslos sind, kosten dem Staat enorm viel Geld. 8 Mrd. € gibt die Republik im Jahr für Arbeitslosenunterstützung aus. Es gibt daher keine bessere Maßnahme fürs Budget, als den Abbau der Arbeitslosigkeit. Kontrast hat auch hier vorgerechnet, was es kostet. Pro Arbeitslosem und Monat reden wir von Kosten von NUR 100 Euro.

https://kontrast.at/100-euro-pro-monat-was-die-aktion-20-000-wirklich-kostet/

Zu den Menschen.

Arbeitslose Menschen über 50 schreiben oft zahlreiche Bewerbungsschreiben ohne auch nur eine Antwort zu bekommen, für diese Menschen hat sich die SPÖ eingesetzt. Kontrast hat einige Personen interviewt die von der Aktion 20.000 profitiert haben.

https://kontrast.at/andreas-b-portraet-eines-langzeitarbeitslosen-der-die-hoffnung-nicht-aufgibt/

https://kontrast.at/aktion-20-000-du-bist-wieder-mensch-ich-wuensche-jedem-so-einen-job-zu-bekommen/

Aber die Aktion 20.000 hilft nicht nur den Betroffenen selbst, wie das Beispiel Ebensee gezeigt hat. In dieser großen Gemeinde in Oberösterreich haben Langzeitarbeitslose ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, zum Arzt gefahren zum Preis eines Öffi-Tickets (!!).

https://kontrast.at/dass-sie-uns-sowas-noch-antun-haetten-wir-nie-gedacht/. Durch die Kürzung der Mittel für die Aktion 20.000 musste dieses Vorzeigeprojekt eingestellt werden.

Zu den Zahlen.

Durch die Aktion 20.000 sollten heute – also im Juni 2019 – 20.000 ältere Arbeitslose in Beschäftigung gebracht werden. Das wäre geglückt, hätte die türkis-blaue Regierung nicht die Aktion 20.000 abgeschafft. Im Mai 2019   waren stattdessen 92.000 Menschen über 50 Jahre arbeitslos. Hätte man die Aktion 20.000 konsequent fortgesetzt, hätte man in dieser Altersgruppe zumindest einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um mehr als 20 Prozent erreichen können.

Stattdessen wurde die Aktion 20.000 – schon im Dezember 2017 – gestrichen, bevor sie voll anlaufen konnte. Im Juni 2019 laufen die letzten Arbeitsverträge mit der Aktion 20.000 aus.

In allen Bundesländern verliert mit dem Ende der Aktion 20.000 jetzt eine Vielzahl an Menschen ihren Job.

 

 

Bis inkl. 31.3.2018 waren insgesamt 3755 Personen beschäftigt, diese verlieren mit Juni 2019 endgültig ihren Job

Wien

869

521

750

Salzburg

86

Tirol

203

Burgenland

212

Vorarlberg

158

Steiermark

667

Kärnten

289


Österreich hatte mit der Aktion 20.000 ein Vorzeigeprojekt!

Besonders perfide: Während KURZ/STRACHE die Aktion 20.000 gestrichen haben, führte die Koalition aus CDU/SPD genau diese Aktion in Deutschland ein. Dort sollen 150.000 ältere, langzeitarbeitslose Menschen wieder in Jobs gebracht werden.

https://kontrast.at/vorbild-oesterreich-deutschland-plant-aktion-150-000/

Kritik auf allen Ebenen

Nicht nur Hilfsorganisationen bzw. kirchliche Organisationen wie die Caritas übten massiv Kritik.

https://www.caritas-steiermark.at/aktuell/news/news-detailansicht/news/79574-caritasdirektor-herbert-beiglboeck-kritisiert-aus-fuer-aktion-20000/

 

Auch von Wirtschaftsforschern wurde das Ende massiv kritisiert, so auch von WIFO-Chef Badelt.

https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5347231/Aus-fuer-Jobaktion_Ende-der-Aktion-20000-fuer-WifoChef-Badelt-zu-frueh

 

 

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