Hannes Weninger

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Mödlinger GKK darf nicht eingespart werden

Bei einem gemeinsamen Gespräch mit dem Zentralbetriebsrat der NÖ GKK Michael Fiala und der Mödlinger Servicestellenleiterin Elisabeth Gschiel besprachen die NÖ Gesundheitslanderätin Ulrike Königsberger-Ludwig und SP Bezirksvorsitzender LAbg. Hannes Weninger die Folgen der von der Bundesregierung eingeleiteten Kassenreform, die besonders für Niederösterreich gravierend ausfallen.

Mitte August ist die, von den Regierungsparteien beschlossene, „Ausgabenbremse“ für Krankenkassen in Kraft getreten und schon jetzt zeigt sich, was wohl Versicherte in Zukunft zu erwarten haben. „Neben Beschlüssen für dringend erforderliche Investitionen, dürfen auch solche für notwendige Verträge zur PatientInnenversorgung und personelle Nachbesetzungen nicht mehr gefasst werden“, fasst Fiala die Situation kurz zusammen.

Königsberger-Ludwig betont, „dass die Leistungen bei den Gebietskrankenkassen zuletzt zu fast hundert Prozent harmonisiert wurden. Der von der Bunderegierung ausgegebene Slogan `gleiche Leistung für gleiche Beiträge` ist daher nur eine gewaltige Mogelpackung.“

Vor dem Hintergrund von Personal- und Standorteinsparungen warnt Weninger: „Die Mödlinger Gebietskrankenkasse darf den Kürzungsplänen der Bundesregierung nicht zum Opfer fallen“ und weist auf das umfangreiche Angebot am Standort hin. Hier werden täglich rund 200 Beratungen absolviert. Darüber hinaus ist das Zahnambulatorium mit rund 60 PatientInnen pro Tag eine wichtige Ergänzung zum ärztlichen Angebot der Region. Besondere Leistungen erbringt die Gebietskrankenkasse zusätzlich im Bereich des Case Managements, wo Menschen, mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen individuell beraten, begleitet und durch das Gesundheits- und Sozialsystem geführt werden. Sprechstunden der Pensionsversicherungsanstalt, der Schuldner- und Behindertenberatung runden das umfangreiche Serviceangebot ab. „Die vielen Gesundheitstage in den Gemeinden, der Frauengesundheitstag und ein umfangreiches Präventionsangebot sind Leistungen, die von vielen als Selbstverständlichkeit angesehen werden und nicht dem Sparstift geopfert werden dürfen“, warnt Weninger vor einer Privatisierung eines wichtigen Teiles unseres Gesundheitssystems.

„Trotz aller Beteuerungen wird nicht nur am System gespart, sondern es drohen Leistungskürzungen für die Versicherten. Welche weiteren gesundheitspolitisch bedenklichen Rückschritte für das Bundesland NÖ drohen, lässt sich heute unmöglich sagen“, stellt Königsberger-Ludwig klar. Zwischenzeitlich deutlich geworden sei hingegen, dass die finanziellen Daumenschrauben, welche die Bundesregierung der Sozialversicherung angelegt habe, in einem Flächenland wie Niederösterreich besonders dramatische Auswirkungen habe. „Statt auf die dringenden Herausforderungen im Gesundheitswesen die richtigen Antworten zu geben, geht es der Regierung offenbar nur um Macht, Geld und Einfluss – nicht um die Patientinnen und Patienten“, so Königsberger-Ludwig und Weninger abschließend.

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